japan

Japan ist seit langem einer der hot spots der Ukulele-Kultur. Auf dieser Seite soll die Geschichte der Ukulele in Japan und insbesondere die Produktion von Ukulelen in Japan nachvollzogen werden.

Bilder, Videos, Audioaufnahmen


Meine Reportage über Ukulele-Geschäfte in Tokyo-Ochanomizu (2015)


Japan falling in love with the ukulele and Hawaiian music Roy Sakuma (2009)


Yamaguchi Iwao spielt auf einer Shimo-Ukulele den Holoholo Rag (2014)

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Werbung der Konditoreikette Fujiya in Tokyo (2017)
Vor Fujiya-Filialen steht immer eine „Peko“-Figur, die je nach Werbekampagne unterschiedlich gekleidet und ausstaffiert wird

Sweet Hollywaiians: My Girl From The South Sea Isles (2009)

Futamura Teiichi, Gesang; Sakai Tōru, Ukulele; Ernest Kaai Jazz Band:

Share-otoko (nach Frank Crumit: A Gay Caballero)

Ukulele Baby
Victor Japan Nr. 51013 Dezember 1929
(s. Kikuchi Kiyomaro: Nihon Hayariuta Hensenshi: Kayōkyoku no Tanjō kara J-Pop no Jidai e. Rinsōsha 2008, S. 138)


Natoyama Ryō: Way To Go!!~Athlete (2015)

Ukulele Orchestra of Great Britain in Japan 1994 und 2004
Ganz am Ende tritt Maki Shinji auf.

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Spielzeugukulele aus den 1970er Jahren, unbekannter japanischer Hersteller

Suzuki Violin

1885 begann Suzuki Masakichi mit der Serienproduktion von Violinen. Nach großen Erfolgen auf dem Weltmarkt weitete die Firma die Produktion auch auf Gitarren, Mandolinen, Shamisen und schließlich ab 1928 die Ukulele aus. Nach dem Krieg wurde die Firma auf Veranlassung der US-Besatzungsmacht aufgeteilt. Am Stammsitz Nagoya verblieb Suzuki Violin (häufig als Nagoya Suzuki Violin bezeichnet), in der Präfektur Nagano siedelte sich Kiso Suzuki Violin an. Die Ukulelenproduktion am Stammsitz wurde 1971 eingestellt. Was heute unter dem Namen „Suzuki Ukuleles“ vertrieben wird, sind Produkte der 1953 in Hamamatsu gegründeten Firma Suzuki Music.

Kiwaya

Okamoto Kitarō gründete Kiwaya ursprünglich, um Grammophone zu reparieren. Seither wechselte die Firma aber unter seinem Sohn Ryōji in den 1950er Jahren zum Instrumentenbau und ist heute der älteste und bedeutendste japanische Ukulelen-Produzent. Ihre Ukulelen orientierten sich an Martin und Kamaka. Die meisten ihrer Ukulelen werden von Mitsuba Gakki in Maebashi produziert.


NAMM Oral History Interview: Okamoto Ryōji (2006)
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Ananasförmige Luna-Ukulele
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Markenlabel einer Luna-Ukulele
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In der Werkstatt von Mitsuba Gakki
(Quelle: Yano Ukulele Island)

Andere Marken

Über die in den 1960er Jahren vertriebene, heute nicht mehr existierende Marke Academy ist leider wenig bekannt.
Acoustik World vertreibt heute Ukulelen im Stil der Martin 3M aus Massivholz-Mahagoni in den Größen Sopran, Konzert und Tenor.
Die 1956 entstandene Firma Arai in Nagoya vertreibt unter der 1960 gegründeten Marke Aria außer Gitarren auch hochwertige Ukulelen in unterschiedlichen Ausführungen.
1962 entstand die Asturias-Manufaktur in Kurume, in der heute für Ohana Ukulelen (auch Einzelanfertigungen) hergestellt werden.
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In der Asturias-Werkstatt (Quelle: Ohana)
Weitere Manufakturen, die Ohana beliefern, sind Sofla by Yamazaki in Tōkyō, M'sCRAFT Kai Ukulele in Saitama, Kige Work Shop in Ōtsu, Chihale Works in Ōsaka, Shiihara Ukulele Factory in Seto, Ukulele Studio Shichirigahama in Kamakura, Juntla in Kanoya und Toda in Yonehara. Alle diese Unternehmen sind kleine Werkstätten, in denen wertvolle Handarbeit geleistet wird. Entsprechend hoch sind auch die Preise.

Verweise

  • Yano Island (Kommentierte Fotogalerien mit Ukulelen japanischer Sammler aus aller Welt)
  • Ukulele People (Interviews mit wichtigen japanischen Ukulele-Persönlichkeiten)

Literatur

  • Kevin C. Crowell: „Japan: The Colorful History of the Ukulele’s Second Home“. In: Ukulele, Winter 2016
  • Ōki, Yūko: „Innovation of Ukulele making: Case study of Urabe factory in Kyoto“. In: Journal of Informatics for Arts, Shōbi University 2011:3 Bd. 19, S. 27–39.
  • Yano, Christine R.: „Plucking Paradise: Hawaiian 'Ukulele Performance in Japan“. In: Japanese Studies 2015 Bd. 35 H. 3, S. 317–330.