vok:akkord

LEXIS


和音(わおん)
和弦(わげん)
コード

Akkord bezeichnet das beabsichtigte Zusammenklingen mehrerer Töne, durch das „eine unteilbare klangliche Einheit“1) erzeugt werden soll. Akkorde benutzt man, um einer Melodie eine Harmonie oder Stimmung hinzuzufügen. Welche Art von Akkorden man einsetzt, ist stark vom Geschmack der Zeit und dem musikalischen Genre abhängig. Ein absolut gültiges „richtig“ oder „falsch“ gibt es hier nicht (wohl aber etablierte Regeln, was sich beim Komponieren schickt und was nicht). Viele Musikstücke enthalten regelmäßige Muster der Abfolge bestimmter Akkorde, die als Akkordfolge (Akkordprogression) bezeichnet werden.

Die Melodie ist der Körper, die Harmonie die Bekleidung, die mit der Mode wechselt.2)

Für einen Akkord werden die Töne werden in bestimmten Intervallen übereinandergeschichtet. Bei der viersaitigen Ukulele sind sie als Zweiklänge, Dreiklänge oder Vierklänge möglich.

Grundstellung und Umkehrungen

Grundstellung und Umkehrungen

Jeder Akkord besitzt einen Grundton, auf den die Intervalle zu den übrigen Tönen geschichtet werden. Je nachdem, auf welcher Saite der rückläufig gestimmten Ukulele der Grundton im Akkord liegt, unterscheidet man folgende Umkehrungen (auch abstammende Akkorde genannt):

Umkehrungen von Dreiklängen
  • Grundstellung (Terzquintakkord)
  • 1. Umkehrung (Terzsextakkord)
  • 2. Umkehrung (Quartsextakkord)
Umkehrungen von Vierklängen
  • Grundstellung
  • 1. Umkehrung (Quintsextakkord)
  • 2. Umkehrung (Terzquartakkord)
  • 3. Umkehrung (Sekundakkord)
Beispiel: C-Dur

Grundstellung: C-E-G

1. Umkehrung: G-C-E

2. Umkehrung: E-G-C
Griffbilder für Grundstellung, 1. und 2. Umkehrung

5.43x 00.0x VII312.x

Leitereigen

Leitereigen

Ein Akkord, dessen Töne nur aus den sieben Tönen der Tonleiter bestehen, in der das Stück geschrieben ist, heißt leitereigen oder diatonisch.

Leiterfremd

Leiterfremd

Ein Akkord, in dem Töne vorkommen, die nicht zur Tonleiter des Stücks gehören, heißt leiterfremd oder chromatisch. Leiterfremde Töne sind z.B. in den Septakkorden enthalten. Leiterfremde Akkorde erzeugen Spannung und sind deshalb ein wichtiges Mittel der Melodieführung (z.B. Tonartwechsel).

Zweiklang

Zweiklang

Ein Akkord, der aus zwei Tönen (also einem Intervall) besteht.

Dreiklang

Dreiklang

Ein Akkord, der aus drei Tönen (also zwei Intervallen) besteht.

Vierklang

Vierklang

Ein Akkord, der aus vier Tönen (also drei Intervallen) besteht.

Powerchord

Zweiklang

Powerchord

Als Powerchord bezeichnet man in der Popmusik einen Zweiklang, der aus Grundton und Quinte (möglicherweise mit Oktavverdoppelungen) bestehen. Dadurch bleibt unbestimmt, ob es sich um einen Dur-Akkord oder Moll-Akkord handelt. Er wird mit der Ziffer 5 nach dem Grundton bezeichnet, z.B. C5.

Beispiel

C5: C-G

x0.3x

Dur-Akkord

Dreiklang

Dur-Akkord

Beim Dur-Akkord folgt auf den Grundton eine große Terz, auf die wiederum eine kleine Terz aufgebaut wird.

Beispiel: C-Dur

5.43x

Moll-Akkord

Dreiklang

Moll-Akkord

Beim Moll-Akkord folgt auf den Grundton eine kleine Terz, auf die wiederum eine große Terz aufgebaut wird.

Beispiel: A-Moll

2.00x

Septakkord

Vierklang

Septakkord

Der Septakkord erweitert die Quinte eines Dreiklangs zu einer Septime und wird dadurch dissonant.

Dominantseptakkord

Der Dominantseptakkord ist ein Vierklang. Wird einem Dur-Akkord eine kleine Terz hinzugefügt, wirkt er nahezu so wie die Dominante des Grundtons. Da dies im Falle von Ukulelenmusik die mit Abstand häufigste Form des Septakkords ist, wird der Dominantseptakkord meist (und auch hier) verkürzt als Septakkord bezeichnet. Angegeben wird er mit der Ziffer 7 nach dem Namen des Grundtons, z.B. C7.

Beispiel

C7: C-E-G-A#

5.431

Durseptakkord

Ein Dur-Akkord, dem eine große Terz hinzugefügt wird. Er wirkt weicher als der Dominantseptakkord und kommt gern in Pop-, Rock-, Funk- und Discomusik vor. Angegeben wird er mit der Zeichenfolge maj7 nach dem Namen des Grundtons, z.B. Cmaj7.

Beispiel

Cmaj7: C-E-G-H

5.432

Verminderter Akkord

Drei- oder Vierklang

Verminderter Akkord

Bei Dreiklängen besteht ein verminderter Akkord aus zwei kleinen Terzen, bei Vierklängen aus zwei kleinen und einer großen Terz (halbverminderter Septakkord) oder (extrem dissonant) drei kleinen Terzen (verminderter Septakkord).

Verminderter Septakkord

Ein Vierklang, der aus drei kleinen Terzen gebildet wird. Er drückt starke Spannung aus und kann in die Tonart jedes beteiligten Tones aufgelöst werden. Er ist sowohl in klassischer Musik als auch Jazz beliebt. Er wird mit der Zeichenfolge dim7 nach dem Grundton bezeichnet, z.B. Cdim7.

Beispiel

Cdim7: C-D#-F#-A

5.320

Übermäßiger Akkord

Drei- oder Vierklang

Übermäßiger Akkord

Übermäßige Dreiklänge bestehen aus zwei auf den Grundton gelegten großen Terzen. Eine Umkehrung ist daher nicht möglich; jeder Ton des Akkords kann als Grundton betrachtet werden. Bei einem Vierklang kann eine kleine Terz hinzukommen. Folgt statt dessen erneut eine große Terz, wird lediglich der Grundton oktaviert. Übermäßige Akkorde klingen dissonant und werden (z.B. im Jazz) häufig beim Übergang von einer Tonart in eine andere eingesetzt. Er wird mit der Zeichenfolge aug nach dem Grundton bezeichnet, z.B. Caug.

Beispiel

Caug: C-E-G#

5.44x

Vorhaltakkord

Drei- oder Vierklang

Vorhaltakkord

Beim Vorhaltakkord wird die erste Terz des Akkords entweder durch eine reine Quarte (5 Halbtonschritte, Dur-Vorhalt, sus4) oder eine große Sekunde (2 Halbtonschritte, Moll-Vorhalt, sus2) ersetzt. Dadurch entsteht eine heftige Dissonanz, die nach traditioneller Vorstellung die Auflösung im dazugehörigen Terzakkord verlangt. Vorhaltakkorde werden in Folkmusik und Popmusik als Auflockerung oder Übergang zu einem anderen Akkord häufig verwendet; sie können heutzutage aber auch stehenbleiben.

Der Vorhaltakkord mit Quarte (sus4) ist die Umkehrung des Vorhaltakkords mit Sekunde (sus2) und umgekehrt. Steht in einer Notation lediglich sus, wird i.d.R. der Quartvorhalt sus4 gemeint.

sus4

Quartvorhalt, bestehend aus Grundton, Quarte und Quinte des Grundtons (I-IV-V).

Beispiel

Quartvorhalt mit Auflösung zur Terz (C-F-G-E)
Beginn von Heinrich Stölzel: „Bist du bei mir“, BWV 508

7sus4

Quartvorhalt mit Septime, bestehend aus Grundton, Quarte, Quinte und kleiner Septime des Grundtons (I-IV-V-vii). Wird häufig zum Terz-Dreiklang nach unten aufgelöst.

Beispiel

C7sus4: C-F-G-Ais

sus2

Sekundvorhalt, bestehend aus Grundton, großer Sekunde und Quinte des Grundtons (I-II-V).

Beispiel

Csus2: C-D-G

7sus2

Sekundvorhalt mit Septime, bestehend aus Grundton, großer Sekunde, Quinte und Septime des Grundtons (I-II-V-vii). Er wird häufig zum Terz-Dreiklang nach oben aufgelöst.

Beispiel

C7sus2: C-D-G-Ais

Add-Nonenakkord

Vierklang

Add-Nonenakkord

Beim Add-Nonenakkord wird einem Dur- oder Moll-Akkord eine None hinzugefügt. Er kommt gern in Popmusik vor. Er wird mit der Zeichenfolge add9 nach dem Grundton bezeichnet, z.B. Cadd9.

Beispiel

Cadd9: C-E-G-D

5.435

Sextakkord

Drei- oder Vierklang

Sextakkord

Der Sextakkord wird eingesetzt, um harmonische Mehrdeutigkeit zu schaffen. Geschrieben er mit der Ziffer 6 nach dem Grundton, z.B. C6.

Terzsextakkord

Als Dreiklang entspricht der Sextakkord der 1. Umkehrung eines Dur-Dreiklangs, so daß auf dem tiefsten Ton eine Terz und eine Sexte (statt Quinte) liegen (ein Terzsextakkord).

Beispiel

C6 (Terzsextakkord): G-C-E

00.0x

Quintsextakkord

In der Jazz- und Pop-Musik bezeichnet man einen Dreiklang, dem eine Sexte hinzugefügt wurde (sixte ajoutée) als Sextakkord (eigentlich Quintsextakkord); es handelt sich also um einen Vierklang. Er tritt auch in Umkehrungen auf und wird gern als Ersatz für den Dur-Akkord benutzt. Der (Quint-)Sextakkord in Dur ist identisch mit einem Septakkord in Moll:

  • Seine Grundstellung (in der die zugefügte Sexte auf der 3. Saite liegt) entspricht dem Moll-Septakkord des Tons auf der 1. Saite (1. Umkehrung);
  • die 1. Umkehrung (Sexte auf 1. Saite) entspricht dem Moll-Septakkord des Tons auf der 4. Saite (3. Umkehrung);
  • die 2. Umkehrung (Sexte auf 2. Saite) entspricht dem Moll-Septakkord des Tons auf der 3. Saite (Grundstellung);
  • die 3. Umkehrung (Sexte auf 4. Saite) entspricht einem Moll-Septakkord des Tons auf der 2. Saite (2. Umkehrung).

Der (Quint)-Sextakkord in Moll wird im Jazz eingesetzt.

Beispiel

C6 (Quintsextakkord): C-E-G-A

5.430

Offene Akkorde auf der Ukulele

In der offenen Grundstellung (alle Saiten sind offen = keine Saite wird gegriffen) einer gestimmten Ukulele erklingen von der 4. bis zur 1. Saite folgende Töne (rot = rückläufige, blau = lineare Stimmung):

C6-Stimmung:

G-C-E-A

D6-Stimmung:

A-D-Fis-H

Es6-Stimmung:

B-Es-G-C

G6-Stimmung:

D-G-H-E

0000

Es handelt sich also bei den offenen Akkorden auf der Ukulele um einen Terz-Quint-Akkord (= Dur-Akkord) mit zusätzlicher Sexte (daher je nach Stimmung C6, D6 oder G66 genannt; s. Quintsextakkord).

Akkordnotation

Akkordnotation

Die einfachste Form, eine Ukulelen-Begleitung für ein Lied zu notieren, ist die Akkordnotation („chord“). Bei ihr wird über den Liedtext das Symbol für den Akkord geschrieben, der an dieser Stelle gespielt werden soll. Er wird bis zum nächsten Akkordsymbol im Rhythmus des Liedes weitergespielt. Für präzisere Notationen dienen Tabulatur und Partitur.

Beispiel für Akkordnotation ("Chord")

G D7 Happy birthday to you, D7 G Happy birthday to you, C Happy birthday, dear (Name), G D7 G Happy birthday to you.

G D7 C

0.23.2 2020 0003

Bewegliche Griffmuster

Bewegliche Griffmuster

Über das Griffbrett verteilt, finden sich für die verschiedenen Arten von Akkorden bei einer Ukulele regelmäßig wiederkehrende, Bewegliche Griffmuster, mit denen jeweils ein Akkord einer bestimmten Art gespielt werden kann.

Verweise

Akkorde finden

Akkorde finden

Die folgenden Verweise ermöglichen das Auffinden aller Akkorde in den Stimmungen C6, D6 und G6:

Literatur

Literatur

  • Richter, Axel: Ukulele Handbook For Soprano, Concert, Tenor, and Baritone Uke. Pacific: Mel Bay. 2004 (Enthält die wichtigsten Akkorde in jeder Stimmung)
  • Ukulele Chord Encyclopedia. Van Nuys: Alfred Music. 2013 (1600 Akkorde, allerdings nur in C6)

2) Kretzschmer: „Über deutsche Musik des Mittelalters.“ In: Berliner allgemeine musikalische Zeitung 4 (1827), S. 139