vok:flageolett

LEXIS


Flageolett
Harmonica-Ton

harmonics
flageolet

Flageolett

flageolet

Natürliches Flageolett

Natürliche Flageolett-Töne werden an den Punkten einer Saite erzeugt, an denen man sie ganzzahlig teilen kann. Dämpft man an diesen Punkten die Saite, so daß genau der Ton nicht erklingen kann, der auf diesem Bund liegt, der Rest der Saite aber noch frei schwingen kann, werden nur die Obertöne hörbar. Dies ergibt einen glockenähnlichen, hellen Klang. Flageolett-Töne

sind eigentlich nur eine Tändelei; haben aber doch einen eignen Reiz, und machen, helltönen und bestimmt hervorgebracht, gute Wirkung …1)
BundVerhältnisIntervallFlageolett-IntervallObertöne (C6)Obertöne (D6)
122:1OktaveOktaveCGEAADF♯H
73:2QuinteOktave + QuinteDGHEEAC♯F♯
54:3Quarte2 OktavenCGEAADF♯H
35:4Terz2 Oktaven + TerzDGHEEAC♯F♯
Flageolette auf der Ukulele

Bei einer Ukulele sind Terz-, Quart- und Quint-Flageolette allerdings schwer zu spielen und klingen sehr leise. Die nachfolgenden Tonbeispiele sind sämtlich um 10 dB verstärkt.

Jede Saite wird offen gespielt. Der Zeigefinger der Anschlaghand liegt locker – ohne auf die Saite Druck auszuüben – an der Position des angegebenen Bundstabs (nicht davor) auf der Saite auf. Der Daumen streicht dahinter auf Höhe des angegebenen quer über die Saite.

Künstliches Flageolett

Um außer den sechs möglichen natürlichen Flageolett-Tönen einer Ukulele weitere Töne spielen zu können, benutzt man künstliche Flageoletts. Dafür wird der Ausgangston wie üblich mit der Greifhand auf dem Griffbrett gegriffen; gleichzeitig dämpft wie beim natürlichen Oktav-Flageolett der Zeigefinger der Anschlaghand 12 Bünde höher die Saite, während der Daumen 3–4 Bünde höher quer über die Saite streicht. Im Ergebnis erklingt ein Ton, der eine Oktave höher liegt als der gegriffene Ton.

Flageolett und Stimmung

Um zwei Saiten einer Ukulele auf den gleichen Ton einzustimmen, sollte man auch ihre Oktav- und Quart-Flageolette vergleichen, weil dann die Schwebungen genauer zu hören sind als bei den Grundtönen.


1) Johann Ernst Häuser: Guitarre-Schule. Basse 1835, S. 7