vok:griffbild

Ein Griffbild ist die bildliche Darstellung eines Akkordes oder einer Tonleiter. Dabei werden die Saiten einer Ukulele als Linien in einem rechtwinkligen Liniennetz dargestellt.

Meist ist die Darstellung senkrecht; dann stellt die oberste waagerechte Linie den Hals des Griffbretts dar, und die senkrechten Linien markieren die Saiten (von links nach rechts: 4., 3., 2. 1. Saite; in C6-Stimmung also: G-C-E-A). Dann verweisen die waagerechten Linien auf die Bünde; die oberste Linie ist entweder der Nullbund (also die offene Saite) oder, wenn neben dem Diagramm eine (meist römische) Ziffer steht, der entsprechende Bund. Dies entspricht der Perspektive, wenn man die Ukulele mit dem Kopf nach oben hält und das Griffbrett betrachtet.

Bei waagerechter Darstellung stellt entsprechend die senkrechte Linien die Bünde dar und die waagerechten Linien die Saiten. Dies entspricht dem Blick aufs Griffbrett, wenn man die Ukulele zum Spielen vor den Bauch hält.

Schwarze Punkte markieren die Stellen auf dem Griffbrett, an denen die Finger zum Spielen aufgelegt werden müssen. Der Grundton des Akkords ist häufig zusätzlich umrandet. Weiße Punkte oberhalb des ersten Bundes geben eine Leersaite an, ein X an dieser Stelle eine zu dämpfende Saite.

Unterhalb der Saitenlinien können auch noch mit lateinischen Ziffern die Nummern der Finger der Greifhand notiert werden, die benutzt werden sollen.

Beispiele

F-Dur

Der Grundton F ist jeweils umrandet.

201.0 V11.14. V1bbb1.14. x010

  • ganz links: in der ersten Lage; Finger liegen im 1. Bund 2. Saite und 2. Bund 4. Saite. Die erste und dritte Saite sind Leersaiten.
  • Mitte links: in der 7. Lage; Finger liegen im 8. Bund 1. Saite und 5. Bund 2., 3. und 4. Saite
  • Mitte rechts: wie vorher, aber mit der Anweisung, den 5. Bund als Barré zu spielen
  • ganz rechts: nur die ersten drei Saiten sind zu spielen, die 4. Saiten wird gedämpft